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Photoausstellung

Palästina – Alltag unter Besatzung

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Die beinahe alltägliche Berichterstattung über Palästina/Israel ist sehr stark durch Bilder geprägt. Fernsehbilder zeigen Palästinenser überwiegend als Steine werfende Jugendliche, fanatisierte Menschenmengen oder martialisch posierende Selbstmordattentäter. Diese stereotype Darstellung bestimmt das Verständnis des israelisch-palästinensischen Konflikts in Europa allgemein und besonders auch in Deutschland.

Anliegen der Ausstellung

Die Photoausstellung „Palästina – Alltag unter Besatzung“ will diesen Kanon der festgeschriebenen Bilder aufbrechen und den Blick auf die prekäre Lage und den Alltag der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten lenken, der seit 1967 von der israelischen Besatzung bestimmt wird. Aber vor allem die strukturelle Gewalt der Besatzung – alltägliche Demütigung und Entrechtung – taugt nicht für spektakuläre Bilder, sondern geschieht, ohne von der Weltöffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Die Photoausstellung setzt bewusst auf andere, den Sehgewohnheiten nicht entsprechende Bilder und soll bei den Besuchern und Besucherinnen einen reflektierten Umgang mit der täglichen Berichterstattung über Palästina/Israel bewirken.

Inhaltliches Konzept

Die Ausstellung zeigt zehn Themenbereiche, die mit Photographien, Karten und vertiefenden Begleittexten präsentiert werden, allerdings nicht beanspruchen, den Konflikt in all seiner Komplexität darzustellen. Der Fokus auf das Leben der palästinensischen Bevölkerung unter der israelischen Besatzung soll auch keiner einseitigen Darstellung Vorschub leisten, sondern daran erinnern, dass die in den Medien dominierenden Bilder und Berichte über den eskalierten Konflikt das eigentlich Menschliche überlagern: Zu leicht vergessen wir, dass die Menschen in Palästina/Israel mit diesem Konflikt leben (müssen).

Entstehung der Ausstellung

Die Photoausstellung geht auf eine private Initiative von Salah Kanaan (Jurist) und Anja Zückmantel (Historikerin) zurück. Die Umsetzung wurde von zahlreichen Gruppen und Einzelpersonen unterstützt, z.B. durch die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen. Im Juni 2003 wurde die Ausstellung im Bremer DGB-Haus im Beisein von Henning Scherf und Abdallah Frangi eröffnet. Im Februar 2004 wurde sie um die Themenbereiche Mauer/Sperranlage, Nakba, Wasser und Israelische Siedlungen erweitert. Im Februar 2007 wurde eine aktuelle Ergänzung zur Ausstellung verfasst.

Bisher wurde die Ausstellung an folgenden Orten gezeigt:

Konzept Wanderausstellung

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, um einer breiten Öffentlichkeit Zugang zu diesem anderen Blick auf Palästina/Israel zu ermöglichen, und kann leihweise interessierten Gruppen und Initiativen zur Verfügung gestellt werden. Interessenten wenden sich bitte an die Initiatoren der Ausstellung. Nähere technische Daten und die Leihkonditionen entnehmen Sie bitte dem Punkt „Termine“.

Publikationen zur Ausstellung

Im März 2005 erschien das Buch zur Ausstellung im Abraham Melzer Verlag mit zusätzlichem Bildmaterial und ist im Buchhandel erhältlich.

Die Begleittexte auf den Ausstellungstafeln konnten nur sehr knapp ausfallen, deswegen liefert eine Begleitbroschüre weiterführende Informationen und Analysen.

*Rechtlicher Hinweis: Wir waren bemüht, die Rechteinhaber der Fotos und/oder Karten zu ermitteln bzw. mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Sollten wir unabsichtlich bestehende Rechte verletzt haben, so bitten wir die Betroffenen, sich mit den Initiatoren in Verbindung zu setzen.

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